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Ausstattung

 

 

Die Trinkwasseraufbereitungsanlage

Anlagentechnik der TWAA UF-15:

Um den Stand der Technik zu erfüllen, müssen alle Bauteile, die mit Trinkwasser in Berührung kommen, wie Schläuche, Kupplungen, Behälter, Rohrleitungen, Ventile, Kugelhähne, Pumpen etc., für Trinkwasser zugelassen sein. All diese Bauteile erfüllen die Anforderungen nach DVGW- Arbeitsblatt W 270 sowie die entsprechenden KTW-Empfehlungen und sind entsprechend zertifiziert.

 

Im Detail verfügt die Anlage über folgende Verfahrensschritte:

• Rohwasserförderung (z. B. über eine Entnahmepumpe)

• chemische Vorbehandlung

• Filtrationssystem

• Trinkwasserlager- und Verteilungssystem

• Anlagendesinfektions- und Reinigungssystem

• Entsorgungssystem

• Energieverteilungssystem

 

 

Chemische Vorbehandlung

Bei Bedarf und je nach Rohwasserqualität wird der Filteranlage eine chemische Vorbehandlung vorgeschaltet. Sie kann zur Flockung, Fällung, Oxidation, Primärdesinfektion und Eliminierung unerwünschter Stoffe im Rohwasser eingesetzt werden. Zur besseren Vermischung der Chemikalien mit dem Rohwasser wird ein statischer Mischer und zur Oxidation u. a. ein Lufteinblasverfahren angewendet. Grundsätzlich besteht das System aus den notwendigen mobilen Einheiten für die Rohwasserentnahme, der Rohwasserförderung, den Flockungs- und Adsorptionsbehältern, dem Chemikaliendosiersystem sowie der Belüftung und Verwirbelung.

Manchmal führt eine einfache natürliche Sedimentation mit der Zeit auch zu einer hervorragenden Vorbereitung.

 


Filtrationssystem

Die erste Stufe des Filtrationssystems besteht aus einem rückspülbaren Vorfilter in Form eines Disk-Filters (Scheibenfiltration) mit einer Filterfeinheit von 100 μm und dient der Entfernung von groben Trüb- und Schwebstoffen. Durch Auswahl von weiteren Sätzen an Filterscheiben mit einer Filterfeinheit von 20 μm oder 50 μm besteht die Möglichkeit, die Filtrationsschärfe noch weiter zu reduzieren. Die zweite Stufe und die eigentliche Hauptstufe des Filtrationssystems stellt die Keramikmembran dar, die eine nominale Filterfeinheit von 0,1 μm aufweist.

Durch die Ultrafiltration werden sowohl feinste Trüb- und Schwebstoffe als auch Bakterien und Parasiten, z. B. Cryptosporidien, wirksam zurückgehalten. Durch die Nachschaltung eines Aktivkohlefilters können im Wasser vorhandene adsorbierbare organische und anorganische Substanzen entfernt werden.

 

 

Desinfektionssystem

Nachbehandlung des Trinkwassers mit einer zweistufigen Desinfektion mittels einer UV-Anlage und einer anschließenden Depotchlorung zur Lagerung des aufbereiteten Wassers.

 

 

Trinkwasserlager- und Verteilungssystem

Das aufbereitete Wasser kann in Lagertanks mit einem Gesamtvolumen von 40 m³ zwischengelagert werden. Über eine Reinwasserverteilerpumpe, die als Hauswasserwerk ausgerichtet ist, besteht die Möglichkeit, das gelagerte Wasser bei Nichtabnahme im Kreislaufbetrieb einer erneuten Desinfektion zu unterziehen. Das Hauswasserwerk leistet 80 m³/h bei 1 bar Druck. Des Weiteren kann mit dem Hauswasserwerk ein Tankwagen befüllt oder das Trinkwasser direkt in ein Leitungsnetz eingespeist werden, wobei eine Boosterpumpe die Einspeisung bei höheren Drücken ermöglicht.

Zapfstellen, die ebenfalls an das Hauswasserwerk angeschlossen sind, gewährleisten eine gleichzeitige Entnahme des Trinkwassers an mehreren Wasserhähnen.

 

Verfahrensschema:

 

 

Das Labor

Neben der UF 15 ist der weitere wesentliche Bestandteil der Fachgruppe Trinkwasserversorgung das mobile Trinkwasserlabor.

Mit diesem Equipment können jederzeit die ausgebildeten Laboranten detaillierte Untersuchungen von Wasserproben durchführen. Dazu gehören die Beurteilung des Rohwassers aus Flussläufen, Seen oder Brunnen ebenso wie die stetigen Kontrollen während der Trinkwasseraufbereitung und die abschließende Freigabe in enger Abstimmung mit dem lokalen Gesundheitsamt. Das Trinkwasserlabor, welches zur STAN-Ausstattung gehört, entspricht den strengen Anforderungen und Vorgaben der Deutschen Trinkwasserverordnung. Die Trinkwasserlaboranten können mit ihrer Ausstattung Wasserproben unter chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Aspekten analysieren. Dazu gehört es beispielsweise, zu bestimmen, wie sauer oder basisch das Wasser ist, welche Temperatur es hat und ob gesundheitsschädliche Schwermetalle, Giftstoffe oder Keime vorhanden sind.